Es wurde auf beiden Seiten mächtig mobil gemacht. Der Regionalligist Berliner AK 07 verteilte vor dem Finale des Berliner Pilsner Pokals wieder zahlreiche T-Shirts, deren rote Farbe hätte kräftiger nicht sein können. ?Run BAK?. Vertraute Gesichter auf BAK-Seite. Großen Zuschauerzuwachs gab es noch nicht zu verzeichnen. Vielleicht gibt es ja diesen in der ersten Runde des DFB-Pokals. Noch fällt es dem Berliner AK 07 schwer, aus eigener Kraft eine Zuschauerzahl in vierstelliger Höhe an sich zu binden. Durchaus positiv überrascht durfte man indes vom Anhang des Außenseiters SC Gatow sein.
Überholen ohne einzuholen. So nennt sich das berühmte ?Ostmonopoly?, das in den Neuen Bundesländern eine Zeitlang gern gespielt wurde. Beim Fußball ist der Vorgang des Überholens ohne Einzuholen nicht in der Region Nordost, sondern im tiefen Westen möglich. Dank der Regionalligareform können Verbandsligameister wie die SG Wattenscheid 09 mit etwas Glück die fünfte Spielklasse (Oberliga) überspringen und gleich in die umgebaute Regionalliga West aufsteigen. Ausgespielt wird dort im Juni dieses Jahres die NRW-Relegation. Die Verbandsliga-Meister gegen die NRW-Ligisten, die am Ende der Saison auf den entsprechenden Plätzen stehen und eine RL-Lizenz erhalten.
Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Nur noch wenige Tage, dann rollt in Warschau und Wroclaw (Breslau) der Ball. Am Freitag, den 08. Juni beginnt die mit Spannung erwartete EM mit den Partien Polen gegen Griechenland und Russland gegen Tschechien. Bekanntlich werden die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft im Nachbarland Ukraine ausgetragen, doch wer bereits während der Gruppenphase auch polnische Luft schnuppern möchte, bleibt schließlich die Möglichkeit in den anderen Austragungsstädten vorbeizuschauen.
Gebt den Zuschauern eine bedruckte Klatsche aus Faltpappe in die Hand, dazu eine Bratwurst für 2,80 Euro und einen Becher alkoholarmes Bier für 3,90 Euro. Biete ihm Mousepads und Schlüsselanhänger zum Kauf und an und lulle ihn mit softem Unterhaltungsprogramm vor dem Spiel und während der Pause ein. Dazu ein Gewinnspiel auf dem Rasen und fertig ist die saubere, friedliche Fußballwelt. Wirklich? Das soll das Angebot für junge Leute sein, die im sonstigen Alltag für jeden Spaß zu haben sind?! Absurd! Wer das glaubt, lebt in einer fernen Traumwelt.
Die Kinnlade klappt runter. ?Faschistoide Versammlungsrituale vor einem Match!? Hat er das wirklich gesagt? Wer ist das überhaupt, dieser Werner Schneyder? Jüngere Leute werden ihn kaum kennen. Seit gestern schon. Bei Maischberger im Ersten ging es mal wieder ordentlich zur Sache. Das Thema: ?Kicker, Kohle, Krawalle: Wer regiert König Fußball?? Gute Frage. Eines steht jedoch fest: Personen wie Werner Schneyder und Bernd Stelter glücklicherweise nicht, denn diese Männer haben Ideen und Vorstellungen, die jedem Fußballfans die Nackenhaare aufrichten lassen.
Nicht am Ende der Welt, doch immerhin am Ende Berlins liegt Kladow. Hübsch gelegen am westlichen Ufer der Havel und des Großen Wannsees. Fernab der quirligen City, fernab von Trubel und Autogestank. Rund 14.000 Einwohner leben in dem südlichsten Ortsteils des Bezirks Spandaus. Dort beheimatet sind die Sportfreunde Kladow, deren erste Herrenmannschaft in der Landesliga Staffel 1 spielt. Am Dienstagabend zu Gast war der SV Tasmania Berlin, der sich noch gute Chancen für den Aufstieg in die Berlin-Liga (sechste Spielklasse) ausrechnet. Ein Sieg sollte also her im idyllischen Kladow!
?Gewaltige Leidenschaft - wer schützt den Fußball vor seinen Fans?? Mit diesem markanten Titel wollte Frank Plasberg und die ARD die jüngsten Vorfälle (Pyro und Platzsturm) beim Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC in einer Diskussionsrunde aufarbeiten und hinterfragen. Am Ende wurde es ein Talk ohne Tiefe geprägt von gefährlichem Halbwissen einer schlecht besetzten Runde: Johannes B. Kerner (Moderator), Reinhard Rauball (Präsident Ligaverband DFL), Oliver Pocher (Comedian), Katja Winkelmann (Fan von Borussia Dortmund), Frank Richter (Polizeihauptkommissar / stellvertretende Chef der Gewerkschaft der Polizei) und Dirk Bierholz (Leiter des Düsseldorfer Fanprojekts). Wo waren eigentlich die Vertreter der Ultrà-Gruppierungen? Wo saßen die Befürworter von Pyrotechnik?
Die Jungs aus Berlin-Lichtenberg, beheimatet in der HOWOGE-Arena Hans Zoschke, sagen Dank. Zum einen an den Halleschen FC, der wiederum Dank der Schützenhilfe der Bubis des VfL Wolfsburg in die 3. Liga aufgestiegen ist. Zum anderen an Tennis Borussia Berlin, das bereits am Freitagabend den direkten Aufstiegskonkurrenten 1. FC Wilmersdorf in die Schranken weisen konnte. Was der HFC mit dem Berlinligisten Lichtenberg 47 zu tun hat? In Prinzip herzlich wenig, doch wirkt sich der Hallenser Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga auch auf die unteren regionalen Spielklassen aus.
Erst einmal eine Schelte für die Medien (Spiegel Online etc.), die mal wieder voreingenommen falsch voneinander abschreiben: Der angebliche Essener Wettskandal ist wahrscheinlich nur ein Skandälchen, denn die Behauptung RWE-Spieler hätten persönlich vor der Partie Essen gegen Dortmund II gegen ihren Verein gewettet, ist einer Stellungsnahme von Rot-Weiss Essen zufolge falsch.
Er hat die meisten Anhänger in Deutschland, Spiele gegen ihn sind immer 100 Prozent Fußball-Leidenschaft und seine Saisonziele immer mit Titelansprüchen verknüpft: Gemeint ist Deutschlands erfolgreichster Verein der FC Bayern München, der am Samstagabend die Triple-Vize-Krone vom bisherigen Inhaber Bayer 04 Leverkusen übernahm. Wie wir meinen zu Recht auch in dieser, wenn auch tragischen Form.